Zum Lesen der Infos bitte die jeweiligen Buttons anklicken

Bewerbung & Warteliste

für einen Betreuungsplatz in der CANGURO – Kindertagespflege

So können Sie sich bewerben

Wenn Sie Interesse an einem Betreuungsplatz in unserer CANGURO – Gruppe haben, können Sie sich jederzeit über den Button „KTP Betreuungs-Anfrage“ (auf der Startseite ganz oben unter dem Logo) melden.

Manche Familien finden auch über meine Flyer, über öffentliche Hinweise oder über die freien Platzlisten im Bereichsangebot: Kindertagespflege, der Stadt Hannover zu mir, meiner Homepage und meinem Betreuungskonzept.


Damit ich mir bereits vorab ein erstes Bild machen kann, ist es hilfreich, wenn Sie mir mit Ihrer Anfrage einige Informationen zu Ihrem Kind und zu Ihrer Familie schicken,
zum Beispiel:

  • das Alter und Geburtsdatum Ihres Kindes,
  • mögliche Geschwister,
  • Familienstatus und Sprachherkunft (Alleinerziehend, verheiratet…)
  • sowie ein paar Gedanken zu Ihrem Familienalltag und Ihren Erziehungsvorstellungen.


So kann ich besser einschätzen, ob meine aktuelle oder bald startende Gruppe gut zu Ihrem Kind passt und ob sich ein zügiger Kontakt für ein persönliches Kennenlern-gespräch in unseren Beträuungs-Räumen anbietet.

Natürlich ist auch eine telefonische Anfrage möglich. Bitte haben Sie Verständnis, wenn ich während der Betreuungszeit nicht immer direkt ans Telefon gehen kann. In diesem Fall können Sie es später noch einmal versuchen oder mir alternativ eine WhatsApp-Nachricht senden.

Interne Warteliste

Wenn aktuell kein Platz frei ist

Sollte unsere aktuelle Gruppe zum Zeitpunkt Ihrer Anfrage bereits vollständig belegt sein, können Sie mir dennoch sehr gern schreiben.

In diesem Fall haben Sie die Möglichkeit, bereits in Ihrer Anfrage zu vermerken, dass ich Sie vorsorglich auf meine interne Warteliste setzen darf.

Das kann sinnvoll sein, denn auch innerhalb eines laufenden Betreuungsjahres können sich familiäre Veränderungen ergeben. Manchmal ziehen Familien um, berufliche oder persönliche Lebensumstände verändern sich, Kinder wechseln früher in den Kindergarten oder es entstehen andere neue Situationen, durch die ein Platz unerwartet wieder frei werden kann.

Warum sich eine Wartelisten-Anfrage lohnen kann

Bevor ich frei werdende Plätze neu ausschreibe oder öffentlich über Flyer und andere Wege bekannt gebe, greife ich grundsätzlich zuerst auf meine interne Warteliste zurück.

Das bedeutet für interessierte Familien: Wenn Sie bereits mit einer stimmigen Anfrage bei mir bekannt sind, kann dies im Fall eines frei werdenden Platzes ein wertvoller Vorteil sein.

Erreichbarkeit im Fall eines freien Platzes

Wenn Sie möchten, können Sie mir daher bereits mit Ihrer Anfrage die Erlaubnis geben, Sie im Fall eines frei werdenden Platzes zu kontaktieren - entweder per E-Mail oder, wenn es für Sie passender ist, auch telefonisch oder per WhatsApp-Nachricht.

Gerade bei kurzfristigen Veränderungen ist eine gute Erreichbarkeit sehr hilfreich, damit mögliche freie Plätze zeitnah und verlässlich neu besetzt werden können und auch Ihnen eine bessere Planungssicherheit geben können.

Mir ist wichtig, dass ein Platz nicht nur frei ist - sondern auch wirklich passt

Die Vergabe eines Betreuungsplatzes hängt für mich nicht allein davon ab, ob gerade ein Platz verfügbar ist. Ebenso wichtig ist die Frage, ob die jeweilige Gruppe, ihre Altersstruktur, ihre Dynamik und die pädagogischen Rahmenbedingungen auch wirklich gut zu Ihrem Kind passen.

Denn eine gelingende Betreuung beginnt nicht erst mit der Eingewöhnung, sondern bereits mit einer achtsamen und passenden Auswahl. Genau darin sehe ich einen wichtigen Teil meiner Verantwortung - gegenüber dem einzelnen Kind, gegenüber der bestehenden Gruppe und gegenüber einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit den Eltern.

Erstgespräche / Kennengespräche

Vorbereitung auf das Elterngespräch

Bevor ich Sie zu einem persönlichen Elterngespräch einlade, ist es hilfreich, wenn Sie sich als Eltern bereits im Vorfeld ein paar Gedanken zu den wichtigen Hintergründen machen.

So wie ich mich auf Grundlage Ihrer Betreuungs-Anfrage auf ein Kennenlernen vorbereite, können auch Sie sich auf das Gespräch einstimmen.
Eine gute Vorbereitung hilft dabei, früh zu erkennen, ob wir pädagogisch, menschlich und in unseren Grundhaltungen von der Chemie her gut zusammenpassen damit Ihr Kind auch „emotional seinen festen Platz in der Fremdbetreuung“ finden kann.

Mir ist eine positive und konstruktive Zusammenarbeit mit den Eltern sehr wichtig und auch nur durch diese Grundbasis kann ich die einzelnen Kinder und die gesamte Gruppe bestmöglich auf ihre weiteren Entwicklungsherausforderungen vorbereiten. Entwicklungsbegleitung ist weitaus mehr als eine „soziale Spielgruppe“ und findet täglich (auch zwischen den Zeilen) statt.

Denn eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Eltern, Kind und Kindertagespflegeperson wirkt sich nicht nur auf das einzelne Kind förderlich aus, sondern auch auf die gesamte Gruppendynamik und dessen Möglichkeiten zur bildungsfördernden Angeboten und umfangreichen Gruppenaktivitäten.

Je mehr Einigkeit es in einer Gemeinschaft über Werte, Regeln und Grenzen gibt, desto harmonischer können sich die Kinder auf ihre eigenen Entwicklungs- und Selbstbildungsprozesse konzentrieren. Sie müssen dann nicht ständig aufs Neue soziale Abläufe, Orientierung und Struktur bei ihren erwachsenen Bezugspersonen hinterfragen oder emotional austesten.

Deshalb ist es mir wichtig, dass die erzieherischen und entwicklungsbegleitenden Vorstellungen der Eltern mit meinem pädagogischen Konzept harmonieren. Ebenso sollten auch Sie als Eltern sich in meinem Konzept abgeholt und unterstützt fühlen.

Ablauf & Planung eines Kennenlern-Gespräches

Die Gespräche finden in der Regel direkt im Anschluss der aktuellen Betreuungszeit statt:
z.B.: 16 Uhr/ 16;30 Uhr.
Um dann ausreichend Zeit für die Begehung der Betreuungsräume, ein gutes Kennenlernen und die Beantwortung wichtiger Fragen zum Alltag, der Praxisumsetzung und für Ihren eigenen Fragen
zu haben, planen Sie gern einen Zeitumfang von 1,5 – 2 Stunden ein. Manchmal müssen auch Kinder zwischendurch gestillt werden oder benötigen während der Erwachsenen-Gespräche eine kleine Vespa oder spielerische Rückmeldung der Eltern, weil Dauergespräche der Erwachsenen für Kleinkinder oft noch sehr „ermüdend“ sind (Besonders in neuer Umgebung!).
Mit ausreichend Zeit im Gepäck kann der Termin entspannt erlebt und fröhlich beendet werden.

Zum Termin lerne ich in der Regel sowohl Mutter mit Kind als auch den Vater und teilweise Geschwisterkinder kennen. Denn „alle“ Bezugspersonen des baldigen Tageskindes sollten sich in der Betreuungsatmosphäre, dem Konzept und bei mir als Erziehungspartnerin „wohl fühlen“.

Damit wichtige Fragen Ihrerseits nicht unter den Tisch fallen empfehle ich Ihnen sich diese im Vorfeld aufzuschreiben (auch gern fragen zum Konzept und zur praktischen Umsetzung) und zum Termin griffbereit zu haben.  

Wo Sie sich als Eltern in meinem Konzept auf jeden Fall wiederfinden sollten

Mein Betreuungskonzept richtet sich an Eltern, die ihr Kind bewusst dabei unterstützen möchten, sich zu einer selbstständigen, individuellen und ausgeglichenen Persönlichkeit zu entwickeln und eine bewusste, führungsgebende, konsequente „Leuchtturmfunktion“ für Ihr Kind darstellen wollen.

Dazu gehört für mich, dass Kinder:


  • Selbstbewusstsein aufbauen,
  • emotionale Widerstandsfähigkeit (Resilienz) entwickeln,
  • Freude am Lernen erleben,
  • aus eigener Motivation heraus aktiv werden (Urvertrauen, sichere Bindung & emotionale Ausgeglichenheit),
  • und mutig neue Herausforderungen annehmen (Konfliktbegleitung statt Vermeidung).

Eine solche innere Haltung ermöglicht es Kindern nicht nur, gute Sozialkontakte aufzubauen, sondern auch an Bildungsangeboten „kognitiv und konzentriert Anteil zu nehmen“, innere Unruhe besser zu regulieren und an diesen Angeboten zu wachsen, ebenso wie mit Krisen oder belastenden Situationen konstruktiv umgehen zu lernen und Problemlösestrategien entwickeln zu können.

So wird ein Kleinkind Schritt für Schritt gut auf den nächsten großen Systemwechsel, den „Kindergarten“, vollumfassend vorbereitet ohne sich unbewusst in Entwicklungshemmungen oder gar -Rückständen zu verlieren.


Die klare, liebevoll konsequente Führung ist dafür wichtig, denn je nachdem, wie Kleinkinder ihre ersten Bezugs- & Führungspersonen als sogenannte „Lehrmeister in ihrer Lebensausbildung“ in Ihrer Begleitung, Kommunikation und Rückmeldequalität kennengelernt haben, werden sie alle folgenden Bezugspersonen bemessen bei denen sie unter neuer Verantwortung stehen!


Kinder können sich am besten entwickeln, wenn sie sich in einem verlässlichen, fest abgesteckten Rahmen frei ausprobieren und entfalten und dadurch an ihnen wachsen und neue Fertigkeiten ausbauen können. In der Folge erlangen sie auf diese Weise nach und nach mehr Selbstwirksamkeit und Mitwirksamkeit innerhalb der Gruppenabläufe und bauen für sich umfangreiche Kompetenzen zur Selbstständigkeit und neuen Unabhängigkeiten auf.

Die richtige Balance

Bitte sagen Sie den Gesprächstermin lieber ab, wenn Sie eigentlich nur einen Platz zur kurzfristigen Überbrückung bis zur Aufnahme in eine KiTa suchen oder Kindertagespflege lediglich als Notlösung betrachten.

Ständige Gruppenwechsel und immer neue Eingewöhnungen mit wechselnden Bindungspersonen wirken sich auf kleine Kinder in der Regel nicht förderlich aus. Sie unterbrechen Bindung, Sicherheit und Entwicklungsverläufe und können für das einzelne Kind wie auch für die bestehende Gruppe & Gruppendynamik belastend und sein und sich rückschrittig auswirken.

Wenn solche Gründe dennoch eine Rolle spielen, kann man die Situation selbstverständlich offen besprechen. Dann lässt sich gemeinsam prüfen, ob und wie eine befristete Überbrückungsbetreuung oder eine Wechselbetreuung sinnvoll und kindgerecht gestaltet werden kann.

 

Ansonsten ist erfahrungsgemäß möglicherweise eine andere Betreuungsform für Ihre Vorstellungen und Planung besser geeignet.

 

Warum das für die gesamte, bestehende Gruppe und ihre Dynamik wichtig ist

Jede neue Eingewöhnung bedeutet für eine gut eingespielte Gruppe immer auch eine, teilweise sogar emotional belastende, Veränderung. Je nachdem mit welchem Erfahrungsschatz ein neues Kind sich schnell einfindet oder erst noch an bestehenden Entwicklungsrückständen oder unsicheren Bindungssymptomen zusammen mit dem Elternteil begleitet werden muss.

 Und je nachdem, wie viel (intensiv) Begleitung also ein neues Kind braucht und wie stabil seine bisherigen Bindungserfahrungen sind, kann das den Gruppenalltag vorübergehend deutlich beeinflussen, einige gut angekommene Kinder in ihre Ursprungserfahrungen zurückwerfen oder aktuelle Bildungsangebote, Ausflüge etc. zur Aussetzung zwingen, sodass hier erst einmal ein Stillstand passiert.

Davon betroffen sind demnach häufig Bereiche wie:

  • Sauberkeitserziehung,
  • gemeinsame Gruppen-Angebote,
  • Ausflüge,
  • und komplexere Bildungs-Aktivitäten/ -Angebote.

Deshalb ist es mir wichtig, bereits im Vorfeld ehrlich und klar zu besprechen, ob meine Form der Betreuung wirklich zu den Bedürfnissen Ihres Kindes und zu Ihren Vorstellungen passt.

Denn nur wenn Eltern und Betreuungsperson in eine ähnliche Richtung schauen, kann ein Kind sich sicher, stabil und gut begleitet entwickeln. Eine gute, vollbedachte Entscheidung die auch eine Gemeinschaft betrifft geht in gewisser weise auch immer mit einer Teilverantwortung für die ganze Gruppe einher.

Zusage - Förderung - Formalitäten

Platz-Zusage

Nach einem Kennenlerntermin „überschlafen“ Sie die Eindrücke in der Regel für 1-2 Tage und geben mir Rückmeldung wenn Sie sich bewusst für den Platz in der CANGURO – Gruppe entscheiden.
Auch von meiner Seite kommt dann eine Zusage mit „gutem Bauchgefühl“..

Im Anschluss wird ein 2. Termin zur:

  • Vertragsunterzeichnung 
    (private Betreuungsvereinbarung zwischen: Eltern und CANGURO) und einem
  • gemeinsamen Ausfüllen des Förderantrags der Stadt Hannover (oder der für Sie jeweils zuständigen Kommune zur Förderung in der
      Kindertagespflegebetreuung)  
    angesetzt, an dem alle Formalitäten besprochen und gemeinsam ausgefüllt werden.


Damit die Förderung bewilligt wird, muss ein Antrag auf Förderung in der Kindertagespflege gestellt werden. Dieser umfasst Angaben des zu betreuenden Kindes, den Personensorgeberechtigten und der Betreuungsperson und Kindertagespflegeeinrichtung.

Er wird im 2. Termin von der TPP (Tagespflegeperson) ausgeruckt zur Verfügung gestellt und vor Beginn der Betreuung gemeinsam ausgefüllt, unterschrieben und muss der Stadt Hannover möglichst frühzeitig vor Betreuungsantritt vollständig (und mit allen wichtigen Berechnungsunterlagen) vorgelegt werden.


Damit dies gewährleistet wird, schickt die Tagespflegeperson die gesammelten Förderanträge der Erziehungsberechtigten der neuen Tageskinder in der Regel per Einschreiben-Rückschein für die ganze Gruppe an die Stadt.  

Nach vollständiger Vereinbarung und den ausgefüllten Unterlagen kann ich dann bereits die Kriterien für eine möglichst gute Eingewöhnungsplanung der einzelnen, neuen Kinder und deren begleitenden Elternteilen herausarbeiten (orientiert am Kind und seinen bisherigen Erfahrungen, seinem Entwicklungsstand aber auch mit möglicher Rücksichtnahme auf ihre Termine zum Arbeitsbeginn des begleitenden Elternteils).

Städtische Betreuungs – Förderung zur Betreuung in der Kindertagespflege (in der Regel durch die Stadt Hannover)

Elterlicher Betreuungsanspruch

In der Stadt Hannover haben Kinder ab Vollendung des ersten Lebensjahres einen einklagbaren Rechtsanspruch auf frühkindliche Förderung. Dieser kann wahlweise in einer Krippe oder in der Kindertagespflege (Tagesmutter/Tagesvater) erfüllt werden. Der Betreuungsumfang belässt sich in der Regel auf bis zu acht Stunden täglich (mind. 20 Std./Woche und bis zu 5,6 Tage in Vollzeit), egal ob die Eltern zum Start der Fremdbetreuung bereits erwerbstätig sind, sich neu orientieren oder den Platz trotz Arbeitslosigkeit als Bildungsort und Erziehungsunterstützung für Ihr Kind benötigen.

Kinder von 0 bis 1 Jahr: Ein Betreuungsanspruch besteht nur dann, wenn die Eltern erwerbstätig sind, eine Ausbildung machen, arbeitssuchend sind oder wenn die Förderung für die Entwicklung des Kindes aus besonderen Gründen erforderlich ist.

Förderung durch die Stadt Hannover

Die Kindertagespflege ist eine gesetzlich anerkannte Betreuungsform, die der Krippe in der elterlichen, freien Platzauswahl und der Förderfinanzierung gleichgestellt ist. Die Stadt Hannover fördert die Betreuung direkt, indem sie die sogenannte laufende Geldleistung an die Kindertagespflegeperson übernimmt.
Die Förderung greift ab der 8. Lebenswoche bis zum 14. Lebensjahr, wobei der Schwerpunkt der Förderung auf Kleinkindern zwischen 1 und 3 Jahren liegt.

Kosten der Elternbeiträge & Förderungsantrag

Die Betreuungskosten in der Kindertagespflege werden vom Jugendamt bezuschusst. Als Eltern zahlen Sie lediglich einen sozial gestaffelten Kostenbeitrag, der sich an Ihrem Einkommen, dem Alter des Kindes und dem tatsächlichen Betreuungsumfang (in Stunden) orientiert.

  • Essen: Für die Verpflegung (z.B. Mittagessen) wird separat ein monatliches Essengeld von den Erziehungsberechtigten erhoben.
  • Berechnung: Um Ihre ungefähren Eigenanteile zu ermitteln, können Sie den Betreuungsentgeltrechner der Stadt Hannover nutzen. (Vorsorglich können dem Betreuungsantrag die Gehaltsnachweise der letzten 3 Monate und evtl. Nachweise zum Stand der Arbeitslosigkeit, alleinigem Sorgerecht, Alleinerziehendenstatus und ähnlichem beigefügt werden, um spätere Zahlungsverzögerungen sowie Förderablehnungen im Nachhinein möglichst zu vermeiden).

Kosten der Elternbeiträge & Förderungsantrag

Da die private Kindertagespflege von selbstständig tätigen Kindertagespflegepersonen, meist in den eignen privaten Räumen, ausgeübt wird, schließen interessierte Eltern und die Tagespflegeperson, kurz: TPP, einen „privatrechtlichen Betreuungsvertrag“ ab, indem alles wichtige zum Betreuungsalltag des Kindes, den Datenschutzbestimmungen und einzelnen Einwilligungserklärungen etc. im Vorfeld schriftlich geregelt wird.

Damit die Erziehungsberechtigten den Betreuungsplatz nach Antragsstellung bei der Stadt auch wirklich finanziell gefördert bekommen und die Geldleistung an die TPP ausgezahlt wird, erklärt sich die Tagespflegeperson mit den Bedingungen der Kindertagespflegesatzung einverstanden und schließt mit den Eltern einen entsprechenden, satzungskonformen, privatrechtlichen Betreuungsvertrag ab

Eingewöhnung - Ablauf und Hinweise -

Die Basis des Eingewöhnungsverlaufs in der CANGURO-KTP ist das „Berliner Eingewöhnungsmodell“:

Das Institut für angewandte Sozialforschung (Infans) in Berlin hat auf der Grundlage der Bindungstheorie von John Bowlby bereits 1990 ein Modell entwickelt, wie die Eingewöhnung von Kleinkindern in Fremdbetreuung kindgerecht und altersangemessen gestaltet werden kann.
Dieses Modell teilt die Eingewöhnung in die folgenden 4 Stufen ein:

 

1.) Die 3-Tägige Grundphase

  •  Die begleitende Bezugsperson (idR. Eines der beiden Elternteile), sollte in dieser Zeit gemeinsam mit dem Kind die Tagesfamilie und ihre Räume besuchen und kennenlernen.
  • Es finden in dieser Zeit noch keine Trennungsversuche statt. Der Elternteil verhält sich passiv, ist aber jederzeit für das Kind erreichbar und achtet auf seine Signale.
  • Die Tagespflegeperson (TPP) versucht vorsichtig eine erste
    Kontaktaufnahme über Spielangebote.
  •  Pflegende Betreuung, wie das Anbieten von Essen oder Wickeln übernimmt der (gleichbleibend begleitende) Elternteil. 
  • Die Tagespflegeperson schaut dabei zu und prägt sich die Rituale der beiden ein, um sie evtl. später übernehmen zu können oder das Elternteil in eine für den Gruppenalltag taugliche Begleitung anzuleiten/ einzuführen.


2.) Der Erste Trennungsversuch

  •  Am vierten Tag wird eine erste Trennung versucht, allerdings nicht an einem Montag. Nach einem Wochenende, wo der Kontakt zu den Eltern besonders intensiv ist, sollte nicht direkt ein erster Trennungsversuch unternommen werden. 
  • Dieser Tag kann noch einmal zum auffrischen der neuen Eindrücke genutzt werden.
  • Am folgenden Tag kann ein Trennungsversuch unternommen werden: Der anwesende Elternteil des Kindes entfernt sich aus dem Raum, bleibt aber in der Nähe (Ruf- oder Sichtnähe; Je nach Entwicklungsstand und emotionaler Bindungsqualität des Kindes!).
  • Die Reaktion des Kindes entscheidet hierbei über die „Länge“ dieser ersten Trennung. Reagiert das Kind gleichmütig, oder lässt es sich schnell von der           Tagespflegeperson beruhigen, kann diese erste Trennung bis zu 30 Min. ausgedehnt werden. 
  • Wirkt das Kind jedoch verstört oder lässt es sich nicht beruhigen, wird der Elternteil sofort zurückgeholt und ein erneuter Trennung bei neuer Gelegenheit und weiterer Festigung der bisherigen Erfahrungen herausgefordert.

3.) Die Stabilisierungsphase

  •  Ab dem 5. Tag übernimmt die Tagespflegeperson zunehmend pflegerische Tätigkeiten mit dem Kind und bietet sich verstärkt als Spiel- und
    Fühungspartner an.
  • Der Elternteil wechselt Schritt für Schritt von einer „aktiv anwesenden, ansprechbaren“ Rolle in eine „passiv, uninteressante und dem Kind nicht zur
    Verfügung stehende“ Rolle (Der Elternteil „arbeitet“ augenscheinlich für das
    Verständnis des Kindes) und
  • überlässt der TPP mehr und mehr die Aufgabe, auf die Signale des Kindes zu
    reagieren, und zieht sich mehr und mehr in die Passivität zurück.
  • Je nachdem wie das Kind auf die Passivität reagiert (Abhängig von der
    bisherigen Bindungsqualität zum Elternteil und seinen bisherigen
    Trennungs- und Grenzerfahrungen!) bleibt das Elternteil entweder noch in
    Hörweite oder abrufbereit in einem separaten Warteraum innerhalb der
    Betreuungseinrichtung.
  • Akzeptiert das Kind die Trennung, werden die Zeiten dafür immer
    weiter ausgedehnt, mit den Ritualen innerhalb der Tagesabläufe in der
    Betreuung ausgeweitet sodass das Kind auch Alltags-Herausforderungen
    begegnet und dadurch eine intensivere Bindungsqualität zur TPP aufbauen
    kann.
  • Hat das Kind beim ersten Versuch die Trennung nicht akzeptiert und musste
    der Elternteil zurückgeholt werden, findet der nächste Trennungsversuch erst
     am 7. Tag statt.
  • Neue Schritte in der Eingewöhnung finden ebenfalls nie an „Montagen“ statt!

4.) Die Schlussphase

  • Der begleitende Elternteil hält sich nicht mehr in den Räumen der
    Kindertagespflege auf, ist jedoch jederzeit erreichbar und kann schnell vor
    Ort sein, wenn sich die neue Beziehung als noch nicht tragfähig genug für
    „besondere Situationen“ herausstellt.
  • Sobald die Bindung vom Kind zur TPP steht und Vertrauen aufgebaut ist,        
    zeigen die Kinder in der Regel „selbstbewusstes Austesten“ für die bisher
    aufgestellte Regeln und stellen teilweise die Art der Führungsbegleitung in
    Frage, je nachdem, wie sie dieses zuvor mit den Elternteilen erfahren und
    erlebt haben und je nachdem welche Handlungsstrategien sie sich im
    Elternhaus bereits angeeignet haben, weil sie erfolgreich verinnerlicht
    worden sind.
  • Je unterschiedlicher hier die Rückmeldung und die Erziehungsbegleitung (bisher gelebten Erziehungsvorsätze und Rückmeldungen ans Kind)
    zwischen Eltern und der TPP ist/ sind, desto intensiver und länger wollen
    / müssen die Kinder diese Phase austesten um sich gut orientieren zu
    können, die Handlungskontrolle abzugeben und sich entspannt in die
    neuen Strukturen und Rückmeldungen fallen lassen zu können.
  •  Das bedeutet in der Praxis häufig eine „Kriesenphasen“ in der die TPP neue
     Herausforderungen an das Kind stellt in denen das Kind sich im nächsten
    Schritt intensiver auf die anderen Kinder einstellen, näher in Kontakt tritt
    und auch eigenständiges Spiel ohne die TPP beginnt.
  • Werden diese Krisen-Herausforderungen ebenfalls positiv vom Kind
    angenommen, so baut sich innerhalb kürzester Zeit eine immer stabiler
    werdende, sichere Bindungsqualität zur TPP aus.
  • Die Eingewöhnung ist beendet, wenn das Kind die Tagesperson als „sichere
    Basis“ akzeptiert, sich in Krisensituationen an sie wendet, sich von ihr
    trösten lässt und in „guter Stimmung“ spielt.
  • Ein entspannter, lang anhaltender Mittagsschlaf ist dann ebenfalls innerhalb
    des Betreuungsalltags gewährleistet.

Wichtig: Wird in der Phase der Krisen-Herausforderung deutlich, das die Entwicklungsbegleitung und die Erziehungseinstellung aus dem Elternhaus dem Kind gegenüber im Vergleich zur Kindertagespflege zu stark (vom Grundsatz her) voneinander abweichen, kann dies dazu führen, das das Kind dieses „unsichere Krisenverhalten“ immer wieder (sehr häufig nach einem intensiven Elternwochenende) aufzeigt und nie richtig im Gruppenalltag ankommt. Dann gilt es, gemeinsam für das Kind die Grundzüge der Entwicklungsbegleitung neu zu überdenken oder mit Kompromissen für beide Seiten entsprechend zum Wohle des Kindes anzupassen oder im worstcase nochmals zu hinterfragen ob die Konzeption der TPP doch nicht die richtige für die Familienvorstellungen ist.

Dauer der Eingewöhnung

Die Dauer der Eingewöhnung hängt von der Bindungsstärke und –qualität des Kindes zum begleitenden Elternteil und den Grundzügen der elterlichen Erziehungsvorstellungen sowie Rückmeldungen ans Kind und ihrer zuvor gelebten Entwicklungsbegleitung ab, sowie dem aktuellen Entwicklung- und Erfahrungsstandes des Kindes für Trennungen, Alltagsregeln, Handlungsabläufen, Herausforderungen etc..
Sie kann zwischen einer und vier Wochen liegen und ist ganz individuell auf die Bedürfnisse des Kindes abzustimmen!

Sicher gebundene, autoritativ begleitete Kinder dessen Temperament und Charakterzüge eher selbstbewusst sind und dessen Erfahrungen mit anderen Kindern und Erwachsenen bereits zu einer neugierig und aufgeschlossen Interaktion geführt haben, sind aus Erfahrungswerten bereits ab dem 10. – 12. Eingewöhnungstag ohne das begleitende Elternteil in den Betreuungsräumen.

Unsicher gebundene Kinder, die aus eigener Handlungserfahrung ihre Eltern führend
lenken und mit erhöhter Aufforderung und lautstarkem Verhalten um Aufmerksamkeit bemüht sind, oder aus Mangel an sozial-interaktiven Erfahrungen (oder durch ein sensibles, unsicheres Temperament und eher vermeidende Charakterzüge) stärkere Unsicherheiten und Stressverhalten zeigen, müssen in der Regel länger begleitet werden. Hier ist es nicht selten, dass die TPP mit dem begleitenden Elternteil gemeinsam an einer Umlenkung der elterlich-kindlichen Bindungsqualität arbeiten muss. Von der unsicheren, unklaren Führungskommunikation hin zur sicheren, autoritativ anlehnenden Entwicklungsbegleitung.

 Wenn ein Kind gut eingewöhnt ist…

  •  kommt es gern  zur Tagespflegeperson
  • freut es sich und lacht oft
  • lässt es sich von der Tagespflegeperson nachhaltig trösten
  • weint es selten
  • zeigt es keine stereotypen Bewegungsabläufe
  • fordert es Aufmerksamkeit
  • kennt es den Tagesablauf in der Tagesfamilie
  • fügt es sich in die Tagesfamilie ein
  • testet es Regeln aus
  • hat es eigene Spielideen
  • stellt es Kontakt zu anderen Kindern durch Imitation oder Sprache her
  • sucht es Kontakt zu den anderen Tageskindern, die es in der Tagesfamilie antrifft
  • zeigt es den Eltern was es erlebt hat (je nach Alter)

 Grundsätze der Eingewöhnung

  • Verlässlichkeit/ Pünktlichkeit
  • Ruhe und Zeit
  • Vorbereitung und bedachtes Vorgehen
  • „Passives“ Elternverhalten
  • Orientierung am Bindungsverhalten des Kindes
  • Ehrlichkeit/ Authentizität
  • Neue Schritte nie an Montagen!

Das Kind hat ein Recht darauf Abschied zu nehmen und auch die traurigen Gefühle zu erleben, bzw. lernen zu dürfen, damit umzugehen/sie verarbeiten zu können! = Resilienzaufbau & Basiserfahrungen für alle späteren, neuen Verabschiedungssituationen.

Erziehungspartnerschaft - Zusammenarbeit mit den Eltern

Eine gute Verbindung ist die Basis

Eine offene, ehrliche und verlässliche Zusammenarbeit mit den Eltern meiner Tageskinder ist mir sehr wichtig.

Ich erlebe immer wieder, wie wertvoll es für das Kind ist, wenn Zuhause und Kindertagespflege gut miteinander verbunden sind. Diese Brücke kann nur dann stabil sein, wenn wir als Erwachsene miteinander respektvoll, transparent und vertrauensvoll umgehen und für das Kind einheitliche Grundlagen für die Kommunikation, Verhaltensrückmeldung und einheitliche Werte zur Entwicklungsbegleitung und Erziehungsvorstellung teilen.

Für mich gehören dazu:

  • Offenheit, Respekt und Verlässlichkeit im Alltag
  • Pünktlichkeit
  • Zuverlässigkeit
  • Ehrlichkeit
  • Authentische und klare Kommunikation auf Augenhöhe
  • ein stetiger, transparenter Austausch über alles, was das Kind betrifft
  • Verantwortungsvoller und präventiver Umgang mit ansteckenden Krankheiten

Schon kleine Informationen aus dem Familienalltag können im Tagesverlauf sehr wertvoll sein. Wenn ich weiß, ob ein Kind bereits gefrühstückt oder schlecht geschlafen hat, zahnt, früher wach war oder durch etwas Besonderes (z.B. an einem aufregenden Wochenende) aus dem Gleichgewicht geraten ist, kann ich viele Situationen besser einordnen, gezielter darauf reagieren und das Kind entsprechend begleiten.

Manchmal hilft dieses Wissen schon bei ganz einfachen Dingen - etwa dabei, weniger Frühstück anzubieten, weil ein Kind eigentlich bereits satt ist, statt es in einer unpassenden Situation erneut zu überfordern. Gerade diese kleinen, alltagsnahen Rückmeldungen tragen oft viel dazu bei, ein Kind über den Tag hinweg feinfühlig und passend zu begleiten, den Energiepegel entspannt und die Wahrnehmung ausgeglichen und fokussiert zu halten.

Der tägliche Austausch - Kurze Wege für Tagesinfos

Damit der tägliche Austausch gut gelingen kann, ohne den Tagesablauf unnötig zu stören, gibt es bei mir für jedes Kind im Flur ein kleines Checkheft, eine gemeinsame Kalendertafel oder Übersichtstabellen um kurze Eintragungen fest zu halten. Dort werden wichtige Alltagsinformationen wie zum Beispiel Wickelzeiten, Stuhlgang, Essverhalten, kleine besondere Vorkommnisse oder auch Termine des Kindes notiert. Eltern können diese Einträge jederzeit einsehen.

Auch andere organisatorische Informationen sind für Eltern transparent gestaltet. So hängt beispielsweise ein Essensplan gut sichtbar aus, und die Aufbewahrungsboxen für Wechselkleidung oder Pflegeartikel sind mit Namen, Fotos oder durch Farbenzuordnung gekennzeichnet, damit diese Dinge selbstständig überprüft und bei Bedarf ausgetauscht werden können.

Wenn das Kind morgens bereits in Ruhe angekommen ist, Jacke und Schuhe ausgezogen sind und der Übergang in die Gruppe gut gelingt, bleibt häufig noch etwas Zeit für einen kurzen persönlichen Austausch zum aktuellen Befinden.

Innerhalb des Gruppenalltags wird regelmäßiger Sprachaustausch über eine Gruppen-WhatsApp eingerichtet, sodass Infos die für alle Eltern gleichsam wichtig sind und welche die gesamte Gruppe betreffen (wie z.B: Schließzeiten, Krankheitsausfälle etc.) schnell und zuverlässig ausgetauscht und weiter gegeben werden können.
Für individuelleren Austausch, einen Gruppeneinblick durch Gruppenfotos oder die Rückmeldung zum Eingewöhnungsverlauf, findet die Kommunikation mit den Eltern und/ oder der gesamten Gruppe per Signal-App statt, da diese den deutschen Datenschutz-Richtlinien unterliegt.

Besondere Gespräche in Ruhe

Wenn Sie ein Anliegen oder Problem mitbringen, bitte ich Sie, dieses nicht direkt während der morgendlichen Übergabe und in der Regel nicht in direkter Anwesenheit/ Hörweite des Kindes anzusprechen.


Mir ist wichtig, dass für solche Themen genügend Ruhe und Zeit da ist. Deshalb bitte ich Sie, mir kurz Bescheid zu geben, dass Gesprächsbedarf besteht, und dann bis zur Abholung zu warten. So kann ich mir bewusst Zeit nehmen, damit wir Ihr Anliegen in einer ruhigen und wertschätzenden Atmosphäre besprechen können.

Sollte ein Thema einmal mehr Zeit brauchen, ist auch ein abendlicher Gesprächstermin per Telefon oder sogar im Elternhaus möglich.


Mir ist sehr wichtig, dass Fragen oder Unsicherheiten nicht zwischen Tür und Angel bleiben, sondern in Ruhe geklärt werden können.
Kinder sind mit allen Sinnen für solche Störungen offen und reagieren oft mit Unsicherheiten, innerer Anspannung oder emotionalen Stress.

Gemeinschaft auch für die Elternschaft

Damit sich die Verbindung zwischen Familie und Betreuungsgruppe noch stärker entwickeln kann, plane ich zweimal im Jahr ein gemeinsames Treffen mit allen Tageskindern und ihren Eltern am Betreuungsort.

Einmal im Sommer und einmal in der Adventszeit haben die Eltern dabei die Möglichkeit:


  • sich gegenseitig kennenzulernen,
  • die Freunde ihres Kindes zu treffen,
  • Erfahrungen auszutauschen,
  • und einen noch besseren Einblick in den Alltag der Kindertagespflege zu bekommen.

Bei diesen Treffen können auch geplante Ausflüge, Aktivitäten, Bastelvorhaben oder Veränderungen im Ablauf besprochen werden, zum Beispiel neue Rituale, Regeln, Schlafrhythmen oder die Aufnahme eines neuen Kindes.

Auch wenn im Alltag nur ein Elternteil das Kind bringt oder abholt, bietet dieses Treffen dem anderen Elternteil die schöne Möglichkeit, den Betreuungsalltag und die Räumlichkeiten kennenzulernen.

Geschwisterkinder sind ebenfalls herzlich willkommen. So können auch sie einen kleinen Einblick in den Alltag ihres Bruders oder ihrer Schwester bekommen.

Viele Gruppengemeinschaften haben es zum Teil oder ganz geschafft auch nach der Betreuung in unserer Gruppengemeinschaft Kontakte beizubehalten, sich regelmäßig auf Spielplätzen oder zu Geburtstagen zu treffen, sich einzuladen oder sogar gegenseitig weiter erzieherisch oder in der Alltagsplanung zu unterstützen, weil die Kinder sich sehr geschwisterähnlich kennen und bereits eine gute Spielkultur verinnerlicht haben.

Eine gute Kindertagespflege lebt nicht nur von der Betreuung der Kinder, sondern auch von einer echten, freundlichen und verlässlichen Zusammenarbeit mit den Familien und der Hilfe und Unterstützung, diese Gemeinschaften auch im Nachhinein tragfähig aufzubauen.

Entwicklungs-Dokumentation

Konzeptgrundladen zur Dokumentationserarbeitung & Beobachtungsanalyse

Vorab zur besseren Einordnung in den „Dokumentations-Kontext“ von CANGURO:
Da es unter Kindern eine enorme Vielfalt gibt und ebenso vielfältige „äußere Faktoren“ Einfluss auf die Entwicklungsauswirkungen (sowohl förderlich wie auch hinderlich) des Kindes nehmen, gibt es in meiner Betreuung nicht nur „eine richtige“ Pädagogik für jedes Kind, sondern immer eine ganzheitliche, erzieherische „Grundhaltung“ und „Führung“ hin zu einem gesunden, individuellen Selbstbildungsbewusstsein und zum Basisaufbau für die Entwicklung von Kompetenzen hin zu einer selbstständigen, gesellschaftsfähigen, eigenständigen Persönlichkeitsentfaltung.
Grundlage für eine kindorientierte und bedürfnisorientierte Entwicklungsbegleitung ist dabei für mich deshalb besonders eine intensive Beobachtung,  mediale Entwicklungsdokumentation (Foto, Film, Kurvenübersichten etc.) und das Wissen selbst, über die allgemeine kindliche Entwicklung (sowie die Entwicklung des Menschen an sich) und seine Entwicklungsaufgaben, sowohl individuell (Lebenskompetenzen) als auch gemeinschaftsorientiert (Sozial- und Bildungs-kompetenz).

Hierzu basiert mein pädagogisches Grundwissen besonders auf, vom Kind ausgehende, Langzeit beobachtende und wissenschaftlich gut belegbare Konzepte, dessen Entwicklungsspezifische Erkenntnisse fast vollumfänglich kulturell-unabhängig bei allen Kinder auf der Welt gleichermaßen und zu natürlich bestimmten, festen Entwicklungsphasen oder Entwicklungsreihenfolgen zu beobachten sind. Vom Kind ausgehende Beobachtungskonzepte ergeben für mich die logischste und dem Kind wertschätzenste Dokumentationsgrundlage mit der ich ihre Entwicklung begleiten kann. Die Montessoripädagogik, das Sprünge-Konzept von „Oje ich wachse“ und die Langzeitstudien von Remo Largos Baby- & Kinderjahre, sowie sein Rosetten-Bedürfniskonzept, bekannt als „Fit-Prinzip“, oder auch das Malspurkonzept des Malortgründers Arno Stern, sind solche Konzepte die in meiner pädagogischen Arbeit und Beobachtungsanalyse ein starkes Fundament bilden. Immer im Zusammenhang der fest etablierten, wissenschaftlichen Grundlagen aus Erkenntnisse der Hirnforschung sowie neue Langzeit-Studienerkenntnisse aus diesen Bereichen.


Bei kurzzeitigen, alltagstauglichen Beobachtungsbögen arbeite ich unterstützend mit Dokumentationswerkzeugen wie z.B. dem „Wie Kinder wachsen-Bedürfniskonzept“ von Sybille Schmitz und dem Entwicklungsbaum, sowie der Beobachtungstabelle der „Monday Skala“, den Grundsteinen der Entwicklung oder dem Gefühlsbarometerkonzept von Jesper Juul, das vor allem in der Systemberatung von Familylab seine Basis findet. Auch das Artgerecht-Konzept von Nicola Schmitd bilden Bewertungs- & Analysegrundlagen zu denen ich auch schon spezielle Fortbildungen besucht habe.
Selbsterstellte BerichtsdokumentationenPortfoliobögen oder montessorische Beobachtungsanalysen sowie die tägliche Dokumentation der Grundbedürfnisse gehören ebenfalls zur gängigen Entwicklungsdokumentation.  

 

Direkte, mediale Praxis-Dokumentation

Schon zu Beginn meiner selbstständigen Tätigkeit 2010, noch bevor ich pädagogische Medieninstrumente und -Konzepte wie Marte Meo & Co. kennengelernt habe, habe ich meine pädagogische Entwicklungsbegleitung mit den Tageskindern mit Foto- & Video-dokumentation begleitet und auf diesem Basisfundament meine Entwicklungsgespräche, Portfolioerstellung und Berichtsdokumentationen geplant und erstellt.

 

Die konstruktive Erziehungspartnerschaft war dadurch um ein „vielfaches“ qualitativer und gemeinschaftlich sehr „konstruktiv fürs Kind“ und auf seine Entwicklungs- & Bildungs-herausforderungen ausgerichtet, hat zu viel weniger Unstimmigkeiten oder Konfliktpotential zwischen Elternhaus und Tagesbetreuung geführt und einen „neutralen Blick auf den Entwicklungsstand und Vor- & Nachher-Auswirkungen der Praxisbegleitung hin zur Selbstständigkeit geschaffen“. Da diese Art der Dokumentation und dessen Erarbeitungsaufwand/ Datenumfang, sowie dessen spätere Aufbereitung, Beschriftung und zeitliche Ordnungsstruktur für die Herausgabe an die Erziehungsberechtigten (es sind und bleiben sensible Daten fürs Kind und seine Gruppe!) mit intensiver, zusätzlicher Arbeit vor- und nach der eigentlichen Betreuungszeit einhergegangen ist, haben die Erziehungsberechtigten diese Form der Dokumentation früher separat als Zusatzleistung an mich als Tagespflegeperson direkt monatlich ausgezahlt.

Durch die aktuelle Satzungsänderung und der Tatsache, das jede Form einer zusätzlichen, privaten Zuzahlung der Elternschaft an die Tagespflegeperson für die Eltern dazu führen würde, dass sie ihre Förderung der Geldleistung für ihren Betreuungsplatz verlieren würden und dann die komplette Betreuung privat zahlen oder sich eine andere Betreuung suchen müssten (obwohl sie einen rechtlichen Anspruch auf einen, von ihnen ausgewählten Betreuungsplatz haben), musste ich diese Dienstleistung erheblich einschränken und zum Teil völlig einstellen.


Da ich jedoch immer noch dadurch eine qualitativ hochwertige Erziehungspartnerschaft umsetzen kann und diese intensive, transparente und umfangreiche Dokumentation noch immer regelmäßig in den Eingewöhnungsphasen einsetze (natürlich ohne zusätzlicher Vergütung!), will ich sie hier einmal mit aufführen, weil sie eigentlich schon immer fester Bestandteil meiner umfangreichen, pädagogischen Entwicklungsdokumentation und Basisgrundlage zur kindlichen Bildungsbegleitung war: 

Gruppendokumentation: digitale Film- und Fotodokumentation der regelmäßigen Praxisarbeit während des Betreuungsverhältnisses. Monatlich übersichtlich und chronologisch nach Entwicklungsabschnitten sortiert aufbereitet.
Die Herausgabe an die Erziehungsberechtigten der Gruppe betreffenden Tageskinder erfolgt nur, wenn auch alle Erziehungsberechtigten der medialen Dokumentation zugestimmt haben. Die vollständige, digitale Datenübergabe erfolgt in Form eines Datenträgers während der Entwicklungsgespräche oder nach genauer zeitlicher Absprache, jedoch spätestens 6 Monate nach Abschluss der Betreuung. Die Erziehungsberechtigen stellen den Datenträger selbst.
Hieraus werden besonders die großen Gruppenaktivitäten, die sozial-emotionale Gruppendynamik und individuenübergreifenden Bildungsangebote festgehalten, sowie Ausflüge, besondere Feste & Highlight-Erfahrungen, wie z.B.: Tierbegegnungen, Naturerforschung, Alltagsarbeiten in der äußeren Umwelt der Kinder (Bauarbeiten, Straßenverkehr, Grünschnitt, Straßenarbeiten, Feuerwehr-Krankenwagen & Polizeieinsätze, etc.) und Entwicklungsaufbauende Schlüsselbereiche wie die montessorischen Praxisbereiche (Übungen des täglichen Lebens, Unabhängigkeit von der Windel…) und die direkten Vorbereitungen auf den Übergang in den Kindergarten am Ende der Betreuung. Besonders schön sind dann z.B. filmische Einblicke in die Sporteinheiten mit Bewegungsliedern oder die Sprach- & Gesangskreise zur morgendlichen Begrüßung zu Beginn und der Verabschiedungs-runde am Ende des Betreuungsalltags.

Individuelle Entwicklungsdokumentation: digitale Film- und Fotodokumentation der regelmäßigen Praxisarbeit,  insbesondere individuell am Kind orientiert.
Die Dokumentation hält besonders schöne, herausfordernde oder themenspezifische Spiel-/Lernsituationen des Kindes, sowie einzelne Entwicklungsschritte fest und bietet die Möglichkeit, diese näher zu beleuchten und qualitativ besser begleiten zu können.
In  Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten zielt die Dokumentation darauf ab, die Selbstbildung und Ich-Findung des Kindes zu stärken, deren Entwicklungskompetenzen (und seine Wege dorthin) aufzuzeigen und dient als wichtiges Kommunikationselement für eine intensive und qualitativ hochwertige Erziehungspartnerschaft während des Betreuungs-verhältnisses und noch darüber hinaus. Der Betreuungsalltag des Kindes wird für die Eltern sehr transparent und kann, trotz vollzeitiger Abwesenheit, im Wesentlichen „miterlebt“ werden. Da das Kind sich immer im Co-sozialen Kontext und mit wechselnden Bindungs-beziehungen weiterbildet und entwickelt, kann diese Dokumentation nur in Kombination mit der Gruppendokumentation einhergehen. Beide Rollen des Kindes (Eigenständige Person und Gruppenmitglied) bedingen einander und bilden die Grundbasis zur weiteren, qualitativen Arbeit der intensiven Erziehungspartnerschaft zwischen der TPP, dem Kind selbst und seinen Erziehungsberechtigten und stärkt gleichzeitig auch die Eltern-Kind-Beziehung.


Ich-Buch-Erstellung: digitale Fotodokumentation, welche in komprimierter, übersichtlicher Form die stetige Entwicklung des Kindes und den Einblick in dessen Spiel- und Lernalltag und seine erlangten Fertigkeiten pro Entwicklungsschritt (Zeitraum i.d.R. jew. 7-10 Monate) aufzeigt. Innerhalb der Betreuung wird das Ich-Buch vorzugsweise vom Kind als Printausgabe (widerstandsfähig mit einlaminierten und gebundenen Seiten) zum „selbstständigen Blättern“ genutzt, durch das und mit dem es sich innerhalb der Gruppe über sich und seine Familie und auch innerhalb der Familie über sich und seine Gruppe austauschen, sich verständlich machen und seinen Lebensalltag (mit viel Stolz) eigenständig zeigen kann.
Mit Hilfe der Bilder und deren speziellen Bearbeitung kann es (auch nonverbal) über seine Erlebnisse „erzählen“. Besonders in Kombination mit ausgewählten und medienkompetent begleiteten Filmaufzeichnungen (sowohl von den Erziehungsberechtigten begleitet als auch von der TPP) dient es dem Kind (auch noch nachhaltig in seiner weiteren Entwicklung) sowohl als individuellem Selbstfindungs- & Entwicklungsbegleiter, der ihm hilft seine Eigen-, & Fremdwahrnehmung zu schulen und sich als einzigartiges, sich ständig „wachsendes“ Individuum zu begreifen und auch abgrenzen zu lernen.  
Es kann sich als Familienmitglied, eigenständige Person und als Gruppenmitglied „begreiflicher“ wahrnehmen, was ganz nebenbei sein späteres Rollenverständnis & den eigenen Selbstbildungsprozess mit schult. Gleichzeitig ist das individuelle Ich-Buch also ein verbindendes Element dieser unterschiedlichen Lebensbereiche des Kindes und kann somit in 3 Funktionen ein Hilfesteller sein;


  • als  „Trostgeber“, wenn in der Betreuung die Familie mal vermisst wird (oder zum Übergang in ein neues Betreuungsverhältnis wie z.B. Kindergarten)
  • als „Erinnerer“, wenn eine längere Zeit durch Urlaub/ Krankheit etc. überbrückt und so wieder schneller in die Gruppe zurück gefunden werden kann und
  • als „Bindungserhalt“ an die Freundschaftsbeziehung zu den anderen Tageskindern, falls  die Kinder in verschiedene Kindergärten kommen, können sie so ihre Erinnerung an die gemeinsame Zeit und die freundschaftliche Verbindung zueinander erhalten, sodass (zeitnahe) spätere Spieltreffen oder auch ein langer Freundschaftserhalt möglich sind.


 Entwicklung im Blick & im regelmäßigen Austausch

Entwicklung gemeinsam begleiten

- Beobachtungen, Entwicklungsgespräche und neue Zielvereinbarungen -

Während der Betreuungszeit beobachte und dokumentiere ich die Entwicklung der Kinder mit viel Aufmerksamkeit, zum Beispiel im Hinblick auf:


  • das Spielverhalten,
  • die soziale Entwicklung,
  • die körperliche Entwicklung,
  • die geistige Entwicklung
  • und die emotionale Stabilität

Ebenso dokumentiere ich wichtige und entwicklungsbasierende Fortschritte und, Lerneinheiten oder Gruppenaktionen mit Foto- & Videodokumentation. Besonders intensiv findet diese in den Eingewöhnungsphasen statt.

All diese Beobachtungen bespreche ich mit den Eltern in der Regel alle sechs Monate / bzw. in jedem neuen Entwicklungsabschnitt in einem gemeinsamen Entwicklungsgespräch in entspannter Atmosphäre meist im Elternhaus am Abend.

In diesen Gesprächen geht es aber nicht nur darum, Entwicklungsfortschritte sichtbar zu machen, sondern auch darum, gemeinsam zu reflektieren und zur nächsten Entwicklungsstufe hin neu zu begleiten und Herausforderungen im Tagespflegealltag und Elternhaus zu erarbeiten:


  • Welche Entwicklungsthemen stehen gerade im Vordergrund?
  • Wo zeigen sich neue Fähigkeiten, Interessen oder Begabungen?
  • Wo braucht das Kind vielleicht mehr Unterstützung, Klarheit oder Zeit?
  • Welche Veränderungen im Alltag oder in der Begleitung könnten hilfreich sein?

So entsteht ein stetiger Informationsaustausch, der auch dazu beitragen kann, erzieherische Maßnahmen, Regeln, Rituale oder individuelle Unterstützungsmöglichkeiten bewusster aufeinander abzustimmen.



Am besten findet dieses Gespräch ohne das Kind statt, damit wir offen und ungestört miteinander sprechen können. Dabei geht es um meine Beobachtungen der Entwicklungsbegleitung, Spiel- und Bildungsinteressen des Kindes und dessen sozialen Austausch, aber auch um Fragen, Veränderungen, Interessen, Begabungen oder mögliche Unterstützungsbedarfe die entweder im Tagespflegeaaltag oder im Elternhaus intensiver begleitet und durch pädagogische Handlungskonzepte unterstützt werden sollten. 

Gern gebe ich den Eltern dabei auch kleine Einblicke in den Betreuungsalltag, zum Beispiel durch kurze Filmausschnitte oder besondere Beispiele aus dem Alltag. So können Sie freudige, lustige und entwicklungsreiche Momente Ihres Kindes noch einmal selbst miterleben, sich dem Tagesgeschehen näher fühlen und im ständigen Kommunikationsaustausch mit ihrem Kind auch über dessen Erlebnisse in der Kleinkindgemeinschaft bleiben.


Das übergeordnete Ziel für die kindliche Entwicklungsbegleitung und Erziehungspartnerschaft beider Parteien ist nicht nur die individuelle Unterstützung der kindlichen Persönlichkeit, sondern auch die sozial-gemeinschaftlich-geregelte Verpflichtung aus dem:
SGB 8 - Auszugs § 1, der dazu verpflichtetdas Kind hin zu einer eigenverantwortlichen und gesellschaftsfähigen Persönlichkeitsentwicklung zu führen.“

 

Um dieses Verantwortung bestmöglich für das Kind entwicklungsgerecht und kompetent tragen zu können habe ich für 6 Leitsäulen für eine gelungene erziehungspartnerschaftliche Basis in der praktischen Begleitung erarbeitet die eine Orientierung für die gesamte Betreuungszeit bietet und auch in den Entwicklungsgesprächen als Leitfaden für die Erarbeitung neuer Zielsetzungen dient:

 

1) Entwicklungsbegleitung hin zur „nächsten Stufe der Entwicklung“

Bedeutung für den Praxisalltag:
Herausforderungen schaffen/ anregen, Resilienzaufbau, Fachwissen aneignen, „Leitwölfe sein“
(Jesper Juul).

2) Authentische, wertschätzende, bedürfnisorientierte, emotionale Begleitung

Bedeutung für den Praxisalltag:
„Gib dem Kind Realität & Wahrheit“ (Maria-Montessori), Rollen & Grenzen, konstruktive Konfliktbegleitung.

3) Praxisorientierte „Hilfe zur Selbsthilfe“/ Selbstwirksamkeit (-tätigkeit) fördern, Neues „kleinschrittig“ anleiten & darbieten (Montessori-Praxis-Ansatz)

Bedeutung für den Praxisalltag:
Selbstaktives & verantwortliches TUN, Regulationen, Unabhängigkeiten, Tätigkeits-Herausforderungen.

4) Situationsorientierten Umweltalltag kind-/ entw.gerecht & „selbstsicher“ gestalten

Bedeutung für den Praxisalltag:
klare & feste Kommunikation/ Strukturen/ Abläufe/ Rituale, eigener kindlicher (Spielraum-)Bereich.

5) Personenbezogene, gesellschaftsorientierte Grenzen setzen & konstruktiv, kindgerecht rückmelden

Bedeutung für den Praxisalltag:
Werte & Normen, Natürliche Folgen, logische Konsequenzen, autoritative Führungsbegleitung.

6) Verantwortungsvolle Zuverlässigkeit 

Bedeutung für den Praxisalltag:
ehrlich, pünktlich, kindorientierte Zusammen-arbeit, gruppenbezogene Berücksichtigungen (Bsp. ansteckende Krankheiten, Verbote.

Kindergarten Übergang

Gesamtkonzept - schon die Basisgrundlage für eine erfolgreiche…

… „indirekte“  Kindergartenvorbereitung

Mein gesamtes pädagogische Konzept ist bereits so aufgebaut, das ich das Kind in seinen umfassenden Entwicklungsthemen, sensiblen Phasen (Montessori) und Meilensteinen der Entwicklung ganzheitlich auf die nächst höhere Bildungsherausforderung „Kindergarten“ begleiten kann.

Besonders in den Entwicklungsthemen der Grundbedürfnisse wie z.B:

  • Der emotionalen Selbstsicherheit,
  • dem sicheren Bindungsaufbau,
  • der Unabhängigkeit von der Windel,
  • dem gesunden Grundausbau der Groß- und Feinmotorik sowie einer
  • kognitiv sinnorientierten und klarstrukturierten, sprachlichen Förderung und der
  • Begleitung innerhalb des Aufbaus der Grundpfeiler für; Sozialkompetenz, Gesellschaftsfähigkeit, Selbstwirksamkeit, Grenz- & Regelfolgsamkeit,
  • Begleitung in der Frustrationstoleranz & Gefühlsregulierung etc.

wie auch in den besonderen Förderschwerpunkten wie:


  • Psychomotorisch-Kinästhetische Mobilität (sportlich gesunde, ganzheitliche Beweglichkeit)
  • Emotionale Stabilität/ Resilienz Aufbau
  • Präventive, Lebenskompetenz- und Bildungsorientierte Entwicklungsbegleitung (Montessori)
  • Unabhängigkeit von der Windel (Montessori)
  • Kognitive-Feinmotorik durch „Tablett-Arbeiten“ (Montessori; „Von der Hand in den Kopf“)
  • KiTa anlehnende Bildungsprozesse und Projekte & universelle Kindergartenvorbereitung
  • Ganzheitliche Entwicklungsdokumentation und Transparenz im Betreuungsalltag (durch Foto- & Videodokumentation: das individuelle Kind/ die Gruppe) 
  • Intensive Erziehungspartnerschaft mit den Eltern (umfangreiche Entwicklungsgespräche/ Elternzoom/ Eltern-Gruppen-Treffen/ Fachliteratur)
  • Partizipation & Selbstwirksamkeit; „Hilf mir es selbst zu tun“ (Montessori)

& … „direkte“  Kindergartenvorbereitung

Bei den Tageskindern, die bis zum Eintritt in den Kindergarten in meiner Betreuung bleiben, liegt der Schwerpunkt in den letzten 3 – 6 Monaten besonders auf Bildungs- und Entwicklungs-themen, die das Kind auf die neuen Herausforderungen des nächsten großen Systemwechsels (Rolle des Kindergartenkindes) auf den neuen System-Alltag altersentsprechend vorbereiten. Einzelne Themensequenzen, Spielsituationen, erste Brettspiele, tiefer gehende Natur- & Tierbeobachtungen und Forschungsangebote, montessorische Schreib- und & Mathematik vorbereitende Aktivitäten und besondere (teils angeleitete, teils begleitete) Schneid- & Bastelangebote sowie gemeinschaftsorientiere Alltagsrituale wie das gemeinsame Tisch decken oder den montessorischen Übungen des täglichen Lebens (ÜdtL) und der Sorge um die eigene Person (selbstständiges An- & ausziehen, Nase putzen, Haare kämmen etc.),  fließen in den bisherigen Praxisalltag ein. Ein wichtiger motorischer und verkehrsbildender Teil bilden die ausgiebigen Ausflüge in den umliegenden Wald, den Tiergarten, oder die langen Spaziergänge zu den umliegenden Spielplätzen welche die Kinder im Gruppengefüge „zu Fuß“ bewerkstelligen.

Da sich jedes Kind individuell in seinem Tempo und anhand seiner Interessen unterschiedlich breit und unterschiedlich schnell entwickelt, kann diese Vorbereitung individuell sehr verschieden und/oder unterschiedlich gewichtet ausfallen und ist deshalb stark vom Kind selbst, aber auch vom Gruppenklima an sich abhängig.

Im Allgemeinen werden auch die Erziehungsberechtigten bei diesem wichtigen Wechsel in den neuen, großen Entwicklungsabschnitt ihres Kindes begleitet und gegebenenfalls über seine zukünftigen „neuen Herausforderungen“ (und ihre eigenen Herausforderungen als Kindergarten- Eltern“ in dieser Zeit) für diesen Abschnitt aufgeklärt.

Je nach Dokumentationsumfang, Entwicklungsstand des Kindes und organisatorischen Abläufen im Gruppenalltag (z.B. neue Eingewöhnungen etc.), wird auch eine umfangreiche „Entwicklungsübersicht“ des Kindes (spätestens 6 Monate nach Beendigung des Betreuungsverhältnisses) fertiggestellt.
Die Verbildlichung, in Form eines Entwicklungsbaumes, zeigt eine „individuelle Gesamtübersicht“ über die vom Kind gewonnenen Erfahrungen und Fähigkeiten innerhalb des gesamten Betreuungszeitraums, aus dem sowohl seine Interessen, als auch seine bisher erlangten Stärken/ Fertigkeiten und auch seine noch angestrebten Ziele ersichtlich sind.
Sie ergänzt somit die Portfolio Mappe (oder auf die Erstellung eines Ich-Buches) qualitativ und schafft eine konkrete Hilfe zur weiteren Entwicklungsbegleitung für die Erziehungskräfte im Kindergarten.